360 Chicago Aussichtsplattform

Steffen
14. August 2019
91 Bewertungen

Der Namensgeber des aktuell vierthöchsten Wolkenkratzers in Chicago war der wichtige Führer der Rebellion gegen die britische Kolonialherrschaft und spätere Mitunterzeichner der Unabhängigkeitserklärung John Hancock (1737-1793). Nach ihm benannte sich auch die im Jahr 1862 gegründete US-amerikanische Versicherungsgesellschaft „John Hancock Financial“. Die Firma kofinanzierte das 344 Meter hohe Gebäude (459 Meter bis zur Antennenspitze) mit den 100 Stockwerken an der bekannten Einkaufs- und Flanierstraße „Magnificent Mile“ (prächtige Meile) zwischen Chicago River und Lake Shore Drive am nördlichen Ende der Michigan Avenue zunächst als Investor und zog dann nach der Eröffnung im Mai 1968 als einer der ersten Mieter dort ein.

Der heute achthöchste Wolkenkratzer in den USA zwischen North Michigan Avenue und East Delaware Place wurde von Bruce Graham und Fazlur Khan vom Architekturbüro „Skidmore, Owings and Merrill (SOM)“ entworfen und von der Baufirma „Tishman Construction“ aus New York von 1965 bis 1969 errichtet. Das Gebäude beherbergt vor allem ca. 700 Appartements, Büros, Geschäfte und Restaurants sowie ein Parkhaus, das höchst gelegene Schwimmbad ganz Nordamerikas im 44. Stock, eine Fernsehstation und die in der Regel sehr gut besuchte Aussichtsetage „Hancock Observatory“ im 94. Stock. Anders als zur Zeit seiner Eröffnung, als die Einwohner Chicagos das Gebäude wegen seiner dunklen Fassade mehrheitlich ablehnten, gilt das Hochhaus heute als eines der bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt.

360 CHICAGO gehört zu den Top Sehenswürdigkeiten in Chicago

Das ist der Blick vom John Hancock Center in Chicago

360 Chicago (Hancock Observatory and Tower)

Die offiziell „John Hancock Center’s Observatory“ benannte Aussichtsetage befindet sich gut 1.030 Fuß (knapp 314 Meter) über dem Erdboden, man erreicht sie am besten über den Eingang an der Michigan Avenue. Seit dem Jahr 2014 gehört die Etage dem Pariser Unternehmen „Montparnasse 56 Group“ und wird auch von diesem betrieben. Die Aufzüge gelten als die schnellsten der westlichen Hemisphäre mit einer Geschwindigkeit von 1.800 Fuß (ca. 549 Meter) pro Minute. Das bei Besuchern aus aller Welt auch unter dem einprägsamen Namen „360 Chicago“ bekannte „John Hancock Center’s Observatory“ verfügt über etwas mehr Geschossfläche als sein ebenfalls in der Magnificient Mile gelegener Konkurrent, die Besucherplattform „Skydeck“ im 103. Stock des Willis Tower (ehemals Sears Tower), dem mit 442 Meter Höhe höchsten Gebäude Chicagos und zweithöchsten Wolkenkratzer der USA.

Tickets für die 360 Chicago Aussichtsplattform

Nichtsdestotrotz kann man auch vom „Observatory“ fast die gesamte Stadt über Kilometer bestens sehen, darüber hinaus ist es hier auch speziell an den Wochenenden und in den Ferien sowie an Feiertagen deutlich ruhiger und man muss keine Wartezeiten in Kauf nehmen. Ein beliebter Treffpunkt hier ganz weit oben ist das geschmackvoll und modern eingerichtete Café mit Barbetrieb „Architect’s Corner“, wo man bei Kaffee, Eis, leckeren Snacks oder perfekt gemixten Cocktails die fantastische Fernsicht über Chicago genießen kann. Eine ganz besondere Attraktion ist der erst kürzlich eröffnete Besucherbalkon „TILT!“, bei der man vor angeschrägten Scheiben den Eindruck vermittelt bekommt, fast frei in der Luft zu schweben.

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Unsere Budget-Tipps zur 360 Chicago Aussichtsplattform

Die Aussichtsetage 360 Chicago ist die Einzige in der Stadt mit einer Freiluftplattform, es werden Multimediatouren in 6 verschiedenen Sprachen an 365 Tagen im Jahr täglich von 9.00 bis 23.00 Uhr angeboten, der letzte Einlass ist jeweils um 22.30 Uhr. Die normalen Eintrittspreise betragen für Jugendliche (3 bis 11 Jahre) 13 Dollar, für Erwachsene (ab 12 Jahren) 20 Dollar, jüngeren Kindern wird freier Eintritt gewährt. Mit dem CityPASS (98 bzw. 82 Dollar) gibt es hier und bei 4 weiteren städtischen Attraktionen 53 Prozent auf den Eintrittspreis, mit der GO CHICAGO CARD“ sogar 55 Prozent. Einwohner der Stadt mit gültigen Dokumenten zahlen 10/6,50 Dollar („Chicago Resident 606 appreciation rate“).

Beim Erwerb des „Fastpass“ für 40 Dollar wird man ohne jegliche Wartezeit bevorzugt mit den Aufzügen befördert. Das neue „Own the Night Package“ für 1.600 EUR für zwei Personen beinhaltet einen Helikopterflug, ein Luxusdinner, Limousinenservice und den Eintritt in das 360 Chicago.

Interaktive Displays mit Informationen zur 360 Chicago Aussichtsplattform auch auf Deutsch

Für Gruppen und Schulklassen hält die Aussichtsetage jeweils pädagogisch abgestimmte Angebote parat, im Rahmen der fachkundigen Führungen werden viele wissenswerte Informationen zur Architektur und Geschichte des gesamten Gebäudes sowie zur Geografie der Stadt Chicago vermittelt. Dank der Ausstattung mit modernster interaktiver Technologie in Form von einfach bedienbaren Touchscreens erfahren die Besucher des 360 Chicago auch zahlreiche interessante Details über die Straßen, Plätze und Häuser in ihrem Blickfeld. Mit diesen hochauflösenden Bildschirmen können auch die sonst nicht sichtbaren Rückseiten vieler Gebäude aus anderen Blickwinkeln begutachtet werden. Zusätzlich erhält man Informationen zur Geschichte, Natur und Kultur der Stadt, auch bei schlechten Sichtverhältnissen wegen Wolken oder Nebel sind die Touchscreens mit den zur Verfügung stehenden 7 Sprachen Englisch, brasilianisches Portugiesisch, Spanisch, Italienisch, Französisch sowie Mandarin (Chinesisch) und Japanisch sehr hilfreich. In zwei Souvenirshops im Erdgeschoss sowie in der Aussichtsetage können Andenken zum Beispiel in Form von mit Motiven aus Chicago bedruckten T-shirts, Büchern, Tassen, Spielzeug und Schlüsselanhängern käuflich erworben werden.

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Zur Übersicht der besten Sehenswürdigkeiten von Chicago geht es hier entlang (auch die anderen 9 sind super!).

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