Best Chicago Gangster Tour: historischen Schurken hautnah

Sightseeing auf den Spuren von Al Capone

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Silke
20. Februar 2020
129 Bewertungen

Die Metropole Chicago ist neben vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten berühmt für etwas völlig anderes. Namhafte Gangsterbosse und Verbrecher gaben sich in der Stadt die Klinke in die Hand. Vor allem während der Prohibition konnten Mafia-Clans Fuß fassen.

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Der prominenteste Gangsterboss war zweifellos Al Capone. Weitere zwielichtige Gestalten wie Johnny Torrio, John Dillinger oder H. H. Holmes machten die Stadt um die Jahrhundertwende und im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts unsicher.

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Habt ihr gewusst, dass der legendäre Gangsterboss Al Capone nicht wegen Mordes, sondern wegen Steuerhinterziehung verurteilt wurde? Nicht? Aber ihr interessiert euch für die dunkle Vergangenheit von Chicago und möchtet einen Eindruck von der Geschichte berühmter Gangster und ihrer Verbrechen an Originalschauplätzen gewinnen? Dann lasst euch eine Chicago Gangster Tour nicht entgehen! Die Historie von Chicago ist voller „illustrer“ Gestalten, deren Geschäfte und Verbrechen einen großen Einfluss auf das Leben im Chicago ihrer Zeit nahmen.

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Der erste Serienkiller der Staaten

Habt ihr schon einmal von H. H. Holmes gehört? Als Chicago-Reisende sollte euch dieser Mann ein Begriff sein: Er gilt als erster Serienmörder der US-Geschichte. Je nach Quelle werden ihm mehrere Dutzend bis mehrere Hundert Morde zur Last gelegt. Holmes „verdiente“ sein Geld mit Leichenhandel. Im letzten Drittel des neunzehnten Jahrhunderts war das ein lukratives Geschäft. Abnehmer aus medizinischen Kreisen stellten wenig Fragen.

Gangster in Chicago

Um 1890 landete Holmes in Chicago seinen größten „Coup“. Die bevorstehende Weltausstellung ausnutzend, ließ er ein Hotelgebäude namens „The Castle“ bauen – ein Haus mit versteckten Gängen und Türen, das es ihm erlaubte, in vermieteten Zimmern Gäste zu ermorden und die Leichen zur „weiteren Verwendung“ in den Keller zu befördern, ohne gesehen zu werden.

Holmes wurde letztendlich überführt und 1896 hingerichtet. Wenig später brannte sein „Horrorhaus“ ab. Seine haarsträubende Geschichte machte ihn zu einem der spektakulärsten Verbrecher der Stadt.

Auf den Spuren der Gangster in Chicago

Sich der Geschichte des organisierten Verbrechens und der Gangsterpersönlichkeiten in Chicago zu widmen, ist ein weites Feld. Als Einführung in das hochinteressante Thema eignen sich daher speziell geführte Thementouren. Ihr interessiert euch für Verbrecher, die Prohibition und seid außerdem Gespenstergeschichten nicht abgeneigt? Dann wählt zum Einstieg eine Sightseeingtour unter Führung von Experten.

Bei den Chicago Gangster Tours besucht ihr Originalschauplätze, die in Verbindung mit Schurken und ihren Verbrechen stehen – darunter das historische Gerichtsgebäude und Stadtteile wie „The Loop“, in denen einst die Kriminalität pulsierte.

ᐅ Bustour „Gangster und Verbrechen“

Gangster Tour Chicago

Auf dieser Bustour erfahrt ihr in anderthalb Stunden Wissenswertes über die Gangster von Chicago. Zu den Stationen der Rundfahrt gehören unter anderem der Schauplatz des Valentinstag-Massakers und der Weg, den der Bankräuber John Dillinger zurücklegte, bevor er von FBI-Agenten erschossen wurde. Weitere Stationen sind historische Tatorte: die Holy Name Cathedral (in unmittelbarer Nähe wurde 1924 der irische Safeknacker Dean O’Banion erschossen) und die Clark Street Bridge. Außerdem besucht ihr ein kleines Museum, in dem unter anderem Originalexponate wie das Notizbuch von Frank Nitti ausgestellt werden.

Euer Guide versorgt euch unterwegs mit haarsträubenden Informationen über Chicagos dunkle Vergangenheit, wobei nicht nur die Gangster der Prohibitionsära, sondern ebenso Serienkiller wie H. H. Holmes thematisiert werden.

Die Führung erfolgt in englischer Sprache und bietet neben packenden Informationen ebenso viele Gelegenheiten zum Fotografieren. Die Tour findet in der Gruppe ab einem gemeinsamen Treffpunkt statt und kostet pro Person 39,95 USD. Sollte euch kurzfristig etwas vom Antritt der Tour abhalten, könnt ihr bis vierundzwanzig Stunden vor Beginn kostenlos stornieren.

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ᐅ Gangster und Geister in Chicago

Gangster Tour Chicago

Bei dieser zweistündigen, fußläufigen Tour habt ihr einen Historiker als Führer (in englischer Sprache) an eurer Seite, der sich mit den „Roaring Twenties“, Kriminalfällen und Spukgeschichten bestens auskennt. Gemeinsam besucht ihr den Chicago Loop und gruselige Orte wie The Alley of Death – eigentlich „Couch Place“ und Schauplatz eines Großbrandes mit 600 Todesopfern – oder das Palmer House Hotel, ein Gebäude aus den Zwanzigerjahren, in dem es spuken soll.

Außer „blauen Bohnen“ gibt es in Chicago mit The Bean (offiziell Cloud Gate) ein berühmtes Großkunstwerk, das ihr bei der Tour zu sehen bekommt. Die Chicago Gangster Tour endet am Congress Plaza Hotel, einst eine wichtige Wirkungsstätte von Al Capone. Sein Geist, so heißt es, soll dort noch heute umgehen …

Die Gruppengröße ist auf fünfzehn Personen begrenzt, die Tour leider nicht barrierefrei. Ihr seid etwa zwei Stunden unterwegs; zwischendurch gibt es aber ausreichend Pausen zum Verschnaufen an den verschiedenen Stationen. Der Rundgang kostet pro Person ab 27 USD. Stornieren könnt ihr hier ebenfalls vierundzwanzig Stunden zuvor, falls ihr doch nicht teilnehmt.

Achtung: Diese Tour, bei der ihr zu Fuß unterwegs seid, kann bei extrem unwirtlichem Wetter kurzfristig abgesagt werden. Der Anbieter verspricht in solchen Ausnahmefällen Rückerstattung oder Ersatz.

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Die Prohibition – die goldene Ära des organisierten Verbrechens

Weit bekannter sind heute die Gangster, die zwischen den Zwanziger- und Vierzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts ihr Unwesen trieben. Ein wichtiger Motor ihrer Untergrundaktivitäten in Chicago war – neben Glücksspiel – die Prohibition. Per Gesetz war es von 1919 bis 1933 in den USA verboten, Alkohol herzustellen oder zu verkaufen. Wie überall, wo es um illegale Substanzen geht, entdeckten Kriminelle und das organisierte Verbrechen ein lukratives Geschäftsfeld.

Speakeasy – Alkoholquellen in der „trockenen“ Stadt

Vertriebsstätten des verbotenen Alkohols waren die sogenannten „Speakeasy“-Kneipen, was sich mit „Flüsterkneipe“ übersetzen lässt. Hier wurden im Verborgenen weiterhin geistige Getränke ausgeschenkt und in den Hinterzimmern zwielichtige Geschäfte getätigt. Die Geheimkneipen waren nach außen hin clever getarnt, die Gäste dazu angehalten, sich leise und diskret zu verhalten – was nicht immer Wirkung zeigte. Auch offiziell alkoholfreie Lokale und Clubs veräußerten unter der Theke Alkohol an eingeweihte Gäste – weshalb häufig Razzien die geheimen und öffentlichen Lokalitäten aufstörten. Viele dieser Kneipen verfügten über Tunnel und Türen, durch die der Transport der Ware und das Kommen und Gehen der Beteiligten im Verborgenen erfolgen konnten.

Irisch-italienische Bandenkriege

Durch die Konkurrenz kam es zu Streitigkeiten bis hin zu Bandenkriegen zwischen den verschiedenen Organisationen – in Chicago namentlich irischstämmige Banden im Nordteil der Stadt, italoamerikanische Gangs wie die Genna-Familie oder „The Outfit“ im Süden. Der Slang-Begriff für die mafiösen Gruppen lautet „Mobster“. Der zweifellos spektakulärste Zwischenfall war das Blutbad am Valentinstag 1929, bei dem während einer Massenschießerei sieben Menschen ums Leben kamen. Bedeutsame Namen aus dieser Zeit sind Johnny Torrio, George Moran, Vincent Drucci und selbstverständlich Al Capone.

ᐅ Chicago Prohibition Tour

Prohibition Tour Chicago

Ihr möchtet tiefer in die Geschichte der Prohibition eintauchen? Dann besucht im Rahmen dieser Tour zum Preis von 45 USD vier historische Bars und „Speakeasies“, in denen einst illegal Alkohol ausgeschenkt wurde. Unter diesen Locations ist ein Steakhouse, das seit 1872 besteht.

Die Chicago Gangster Tour führt euch durch Viertel wie Wicker Park, Old Town District und natürlich durch „The Loop“. Euer englischsprachiger Führer weiht euch in die Hintergründe des Alkoholverbots und die Methoden der Gangster ein, dieses zu umgehen. Selbstverständlich könnt ihr unterwegs Cocktails und Drinks aus den Zwanzigern verkosten (nicht im Preis enthalten). Ein klimatisierter Bus bringt euch von einer Bar zur nächsten. Als Bonus gibt es – für spätere eigene Kneipentouren – alle wichtigen Informationen und Tipps in gedruckter Form.

Teilnehmen dürfen nur Personen über 21 Jahren – für Jüngere gilt das US-Alkohol- und Kneipenbesuchsverbot. Die Tour startet vier Uhr nachmittags bei Harry Caray’s Steakhouse in Downtown Chicago. Sie ist nicht barrierefrei und dauert etwa dreieinhalb Stunden. Achtung: Die Tour endet nicht an ihrem Startpunkt, sondern beim Exchequer Pub im „Loop“ – informiert euch über Rückfahrtmöglichkeiten zu eurem Hotel. Diese Tour könnt ihr vierundzwanzig Stunden vor Beginn stornieren, wenn ihr kurzfristig eure Pläne ändern müsst.

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„Staatsfeind Nummer Eins“: das Ende von John Dillinger

John Dillinger, der erste offiziell als solcher bezeichnete „Staatsfeind Nummer Eins“ der USA, wurde in Indianapolis geboren. Er raubte in den Dreißigern mit seiner Bande zahlreiche Banken und Waffenlager aus.

Ein großer Coup sollte 1938 der Überfall auf die Bank von Chicago werden, in dessen Verlauf ein Polizist erschossen wurde. Es folgten weitere Bankraube in Chicago, Verhaftungen und Ausbrüche. Es gelang nicht, Dillinger dauerhaft dingfest zu machen, trotz eines hohen Kopfgeldes.

Verraten wurde John Dillinger am Ende für 10.000 US-Dollar. Am 22. Juli 1934 wurde er vor einem Kino in Chicago von der Polizei erschossen.

Genau genommen gehörte Dillinger nur am Rande zur Gangsterszene von Chicago. Er war kein Mobster, aber seine „Vorliebe“ für Banken der Stadt und sein dramatischer Tod dort machen ihn dennoch zu einer populären Gestalt unter örtlichen Kriminellen.


Reisehighlight

Best Gangster Tour in Chicago

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Ein kleiner Wermutstropfen: Keine der hier vorgestellten Touren ist Komponente eines der Chicago-City-Pässe, es gibt demnach keine Vergünstigungen. Dennoch solltet ihr euch Informationen und Gänsehaut nicht entgehen lassen – die Gangster sind ein ebenso prägender Teil der Stadtgeschichte wie Kunst und Kultur!

 

Über die Autorin
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